Angebote für Fachleute

Fortbildung

Unsere Angebote zur Fortbildung beinhalten Themen zu pädagogischen und psychologischen Fragestellungen der Frühförderung. Diese können von den Regionalen Arbeitsstellen Frühförderung in Baden-Württemberg abgerufen werden gemäß den gültigen Regelungen.  Als Kosten fallen die Reisekosten der Referenten sowie die Materialkosten an.

In Zusammenarbeit mit der Überregionalen Arbeitsstelle Frühförderung führen wir regional und überregional  Fortbildungen zu Themen der Frühberatung durch.

Die Regionalen Arbeitsstellen Frühförderung sind eingeladen, uns Fortbildungswünsche aus dem Themenfeld Frühförderung - Psychologie - Elternberatung mitzuteilen. Wir entwickeln dann auf diesen Bedarf und die aktuelle Fachdiskussion bezogene Angebote.

 

Die Angebote im Überblick:

1. Angebot

Ein Blick auf die Gefühlswelten von Kindern:

Gefühle ausdrücken - Emotionen verstehen - Selbstregulation bewältigen - Wege in ein soziales Miteinander finden

Welche wichtigen Entwicklungsschritte durchlaufen Kinder beim Erwerb emotionaler Kompetenz? Welche Rolle spielen die Muster der frühen Eltern-Kind-Interaktion für die emotionale Entwicklung? Wie lernen Kinder, mit Frustrationen umzugehen und ihre Emotionen zu regulieren? Wie können Erwachsene hilfreich sein, damit Regulation zunehmend besser gelingt? Welche Möglichkeiten bieten sich für die pädagogische Fachkraft, Kinder feinfühlig durch die Herausforderungen des sozialen Miteinanders zu begleiten?

Dagmar Nordtmann,
Sonderschullehrerin

Birgit Rotter,
Diplom-Psychologin,
Systemische Therapeutin (SG)

Dauer: 3 Stunden

2. Angebot

Parentale Hilflosigkeit -Traumaähnliche Prozesse in der Eltern-Kind-Beziehung

(Traumatische) Stressbelastungen können die Eltern-Kind-Interaktionen belasten, wie PLEYER in seinem Ansatz darstellt.

In dem Vortrag werden diese Inhalte auf die Situation von Eltern mit behinderten bzw. entwicklungsverzögerten Kindern übertragen und Hinweise gegeben, wie man im Rahmen der Frühförderung mit diesen Schwierigkeiten umgehen kann.

Alfred Stephan,
Diplom-Psychologe
Psych. Psychotherapeut

Vortrag mit Diskussion

Dauer: 2 Stunden

3. Angebot

„Die Eidechse erwacht“ - Traumatisierte Kinder und parentale Hilflosigkeit

Unruhe und Impulsivität, Konzentrationsstörungen, Aggressivität, erhöhte Ängstlichkeit – Kinder mit diesen und ähnlichen Verhaltensbesonderheiten begegnen uns häufig in der Frühförderung.

Beim Blick auf die Lebensgeschichten dieser Kinder fallen immer wieder Begebenheiten und Erlebnisse auf, die auf einen traumatischen Hintergrund schließen lassen.

Auch bei Eltern dieser (behinderten/entwicklungsverzögerten) Kinder stößt man im Gespräch häufig auf Trauma-ähnliche Prozesse und Erlebnisse - mit negativen Folgen für die Eltern-Kind-Beziehung.

Folgende Fragen sollen in dieser Fortbildung geklärt werden:

  • Was sind traumatische Erlebnisse?
  • Welche neurophysiologischen Prozesse lösen (wiederholte) Traumata im Gehirn aus?
  • Wie beeinflusst dies das Verhalten der betroffenen Eltern und der  betroffenen Kinder?
  • Welche Umgangsweisen mit Eltern und Kindern könnten demnach hilfreich und heilsam sein?

Sibylle Stumpf
Diplom-Psychologin, Psychologische Psychotherapeutin

Alfred Stephan
Diplom-Psychologe, Psychologischer Psychotherapeut

Dauer: Tagesseminar

4. Angebot

Durch kollegiale Fallbesprechung in der Frühförderung und im Schulkindergarten Ressourcen entdecken und eigene Lösungen finden

Herausfordernde Verhaltensweisen von Kindern stellen immer wieder eine große Belastung für eine gelingende Eltern-Kind Interaktion dar, können aber auch zu einer Herausforderung für den Alltag im Schulkindergarten werden, die pädagogische Fachkräfte hilflos werden lässt.

Eine gemeinsame Auseinandersetzung im Kollegium / Team mit den herausfordernden Verhaltensweisen der Kinder kann helfen Ressourcen aufzudecken und Lösungen mit individueller Passung zu finden. Häufig ist die Einschätzung und Berücksichtigung der sozial-emotionalen Möglichkeiten des Kindes ein wichtiger Schritt auf diesem Weg.

Wir stellen das Modell der kollegialen Fallbesprechung zunächst vor und laden Sie ein, es anhand von eigenen Fallbeispielen gemeinsam mit uns zu erproben.

Heidi Brendle,
Sonderschullehrerin

Birgit Rotter,
Diplom-Psychologin,

Systemische Therapeutin (SG)

Dauer: 3  Stunden

5. Angebot

Übergänge gestalten - Übergangskompetenzen entwickeln

Übergänge stellen (mehr oder minder) komplexe Wandlungsprozesse dar, die mit verdichteten Anforderungen für Kind, Eltern und den beteiligten Fachkräften  einhergehen. Sowohl in Alltagssituationen  als auch bei institutionellen Wechseln sind Übergänge mit Chancen und Risiken verbunden. Frühförderung kann durch eine angemessene Begleitung von Kindern und Eltern zum Gelingen eines Übergangs beitragen. Von zentraler Bedeutung ist hierbei, die Übergangskompetenzen der Familie zu stärken und zu unterstützen,  so dass eine günstige Basis für nächste und neue Schritte entstehen kann.

Anhand von konkreten Beispielen und Fragestellungen reflektieren wir gemeinsam die Perspektive der Frühförderung, deren Aufgabe und Rolle sowie deren Gestaltungs- und Mitwirkungsmöglichkeiten.

Heidelinde Helbig,
Sonderschullehrerin

Dr. Christiane Lutz,
Fachschulrätin

Dauer: 3 Stunden

6. Angebot

Einführung in videogestützte Verfahren in der Beratung von Eltern in der Frühförderung

Zur Unterstützung der Passung in der Interaktion zwischen Eltern und Kind setzen wir im Sonderpädagogischen Beratungszentrum videogestützte Verfahren ein.

Ein ressourcen-orientierter Blick auf das, was in der Interaktion gelingt, ermöglicht es, sowohl die kindliche wie auch die Perspektive des Erwachsenen differenziert zu betrachten und zu reflektieren. Wenn es gelingt, das Verhalten des Kindes in einen sinnstiftenden Zusammenhang einzuordnen, können sich für die Eltern neue Optionen des Umgangs im Alltag eröffnen.

Dabei spielt das Gespräch mit den Eltern über das, was auf der Videoaufnahme zu sehen ist, eine wichtige Rolle.

Anhand von kurzen Videosequenzen geben wir einen Einblick, wie wir mit Eltern und Kind konkret arbeiten und wie Videosequenzen hilfreich in der Frühförderung eingesetzt werden können.

Heidi Brendle,
Sonderschullehrerin

Birgit Rotter,
Diplom-Psychologin,

Systemische Therapeutin (SG)

Dauer: 3  Stunden

Novemberseminar

Jährlich findet außerdem das Novemberseminar für alle in der Frühförderung und der frühkindlichen Bildung und Beratung tätigen Fachleute der Region statt.

Beratung und Coaching

Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen an Sonderpädagogischen Beratungsstellen in Baden-Württemberg können sich mit psychologischen und pädagogischen Fragestellungen direkt an uns wenden. Kontaktdaten finden Sie hierzu unter Kontakt & Service.

Praktikumsangebot

Für Studierende der Sonderpädagogik mit dem Ergänzungsstudienfach Frühförderung stellt das Sonderpädagogische Beratungszentrum Praktikumsplätze zur Verfügung. Falls Sie interessiert sind, fragen Sie gerne bei uns an!

Konzeption des SBZ

Das Team des SBZ machte sich im Jahr 2016 zur Aufgabe, eine konzeptionelle Weiterentwicklung zu starten. Das Ergebnis der fast drei Jahre währenden Auseinandersetzung der Mitarbeitenden mit ihrer Arbeit im SBZ, des Reflektierens, Diskutierens und auch Ringens um Formulierungen liegt nun vor. In dieser Konzeption beschreiben wir die theoretische Basis unserer Arbeit, unsere Leitgedanken in der täglichen Praxis mit Kindern, Eltern und Fachkräften und was wir Neues auf den Weg bringen möchten. Inhlatlich stehen dabei vier Themenfelder im Vordergrund:

  • Unterstützung der emotionalen und sozialen Entwicklung
  • Übergänge gestalten
  • Familie heute - Familienorientierte Frühförderung
  • Inklusion braucht Kooperation - Die Zusammenarbeit mit allgemeinen Kindertageseinrichtungen

Diese Konzeption können Sie hier herunterladen: